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Mimi und Milli haben ein zu hause in Deutschland gefunden



Die Geschichte von Sara, 9 Jahre alt, die sich eine Katze wünschte.


.... schon seit ich denken kann, habe ich mir eine Katze gewünscht. Meine Oma hat eine Katze, mit der habe ich immer nach dem Kindergarten gespielt und habe mich immer gefreut, sie zu besuchen.

Ich wollte auch eine eigene Katze, aber Mama war zunächst dagegen. Später vielleicht mal.  Im November 2007 mussten wir nach Heidelberg ziehen, weil meine Mutter dort arbeitet und wir eine günstige Wohnung fanden. Gleich nach dem Einzug kam auch meine Bitte an Mama, die versprochene Katze haben zu wollen. Nach langem Betteln überraschte mich Mama zum Geburtstag mit der Zusage, dass ich eine Katze haben dürfte. Ich war soooo glücklich.
Wir mussten aber erst beim Vermieter fragen, ob es erlaubt ist. Und nach der Zusage machten wir uns gleich auf die Suche.
Als erstes fuhren wir ins Heidelberger Tierheim, da waren so viele süße Katzen, klitzekleine und größere. Mama wollte lieber eine ausgewachsene Katze, ich natürlich lieber ein Baby. Die Tierheimleiterin sagte, wir sollen öfter kommen, bevor wir uns entscheiden. Und Babykatzen gab es nur im Zweierpack, und Mama sprach ja nur von einer Katze.
Gleichzeitig suchte Mama auch in Zeitungsanzeigen. Wir hatten Glück. Zwei Katzen waren abzugeben, keine Babykatzen, aber auch keine ausgewachsene Katzen. Sie waren damals 16 Wochen jung, aber nur im Zweierpack ... hmm... ich musste meinen Bruder überzeugen, dass er sich doch lieber eine Katze, anstatt einen Laptop zum Geburtstag wünschen sollte. Denn Mama hatte zur Bedingung gemacht, dass, nur wenn wir beide uns eine Katze wünschen, kämen zwei Katzen in Frage. Ich musste mich nicht sehr anstrengen, meinen Bruder zu überzeugen, nur, einen Laptop hätte er lieber gehabt.

Mama rief also bei den Katzenbesitzern an, sprach eine Weile mit der Frau und vereinbarte für Sonntag einen Termin zum Katzen anzuschauen. Wir mussten Mama versprechen, dass wir uns anständig verhielten, sonst bekämen wir die Katzen nicht.
Wir konnten den Sonntag kaum abwarten. Dann endlich war es so weit, wir klingelten und eine sehr sympathischen Frau öffnete. Ein riesiges Haus, super ordentlich und die Frau erzählte uns, die beiden Kätzchen hätten sie und ihr Mann von der Insel Chalki in Griechenland mit gebracht. Sie hatten sie zusammen mit zwei weiteren Geschwistern in dem kleinen Ort ausgesetzt gefunden und mit in ihr Ferienhaus genommen. Die beiden anderen Geschwister sind "blau" und "rot-weiss", diese leben mittlerweile in Bayern. Die Kätzchen mussten mit dem Schiff, mit Taxi und 3,5 Stunden mit dem Flugzeug und dann wieder mit dem Auto nach Heidelberg fahren. Sie waren stundenlang unterwegs. Sie wurden mit nach Deutschlang gebracht, denn in Chalki wären sie umgekommen.
Die Kätzchen waren soooo süüß, aber auch scheu. Wir wollten sie gleich mitnehmen, auch Mama war einverstanden. Aber das ging nicht gleich. Es gab noch andere Interessenten und außerdem wollte sich die Frau erst mal unsere Gegend und die Wohnung anschauen. Da war erst mal Aufräumen angesagt ! Dann kam die nette Frau zu uns, schaute sich unsere Gegend und die Wohnung an und einpaar Tage später sagte sie uns die Kätzchen zu.

Am 24. August 2008, ein Sonntag, war es dann endlich soweit. Mimi und Milli, so heißen die Beiden, wurden gebracht. Sie wollten gleich in mein Zimmer, versteckten sich unterm Bett, dort hatte ich bereits die Kuscheldecke vorbereitet. Mein Bruder und ich hatten schon Katzenspielzeug gekauft. Sie bleiben noch eine Weile unterm Bett aber dann gelang es uns, sie raus zu locken.
Einige Stunden später waren sie bereits neugierig auf die anderen Zimmer, vorsichtig trauten sie sich raus, beschnupperten jeden Millimeter unserer Wohnung.... Milli, die neugierige, spielte mehr mit meinem Bruder, und Mimi mehr mit mir. Mimi ist eher vorsichtig, schnurrt und miaut aber mehr. Die Entscheidung war gefallen. Milli gehört meinem Bruder, und Mimi gehört mir.
Die nächsten Tage waren jeden Tag ein neues Abenteuer. Sie schnattern am Fenster, wenn Vögel draußen sind, abends flitzen sie durch ganze Wohnung. Zum Glück waren noch Ferien und wir konnten uns jeden Tag lange mit ihnen beschäftigen und spielen. Wir hatten extra einen Baumstamm aus dem Wald besorgt, so hoch wie mein Kleiderschrank. Daran konnten die Katzen rauf klettern, denn oben lag eine Kuscheldecke, und immer, wenn sie ihre Ruhe haben wollen, klettern sie rauf.

Und dann fiel uns auf, dass, seit wir Katzen haben, bei uns in der Gegend sehr viele Kater herumlaufen, hat sich wohl rum gesprochen bei den Katern, dass hier zwei hübsche Kätzinnen neu eingezogen sind. Und unsere Süßen sitzen oft am Fenster.

Mittlerweile dürfen sie unter Aufsicht ein wenig raus, da hatten wir auch schon lustige Erlebnisse. Einmal kam ein schöner Kater in den Hof, aber unsere beiden Süßen haben ihn in die Ecke gedrängt, angefaucht und verjagt, ... der Arme...

Mimi schläft jeden Abend auf meiner Decke und Milli bei meinem Bruder, manchmal auch unter der Decke. Uns ist nie langweilig, seit wir die beiden haben. Vielen Dank für die wunderbaren Katzen und für alles !

Sara, 9 Jahre alt.

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