Was wir bisher erreicht haben: !
Aktuell:
In der Zeit vom 18.02.2010 - 01.03.2010 war ein Tierschutz-Team mit
einem Tierarzt auf der Insel sein, um dort Katzen zu kastrieren und
medizinische Hilfe für kranke und verletzte Tiere anzubieten. Der Tierarzt
arbeitete ehrenamtlich, aber alles andere wurde aus Deutschland mitgebracht:
Medikamente, medizinisches Material, Fangboxen usw. Die Flüge und Versorgung
wurde von den Helfern u. Helferinnen selbst finanziert. Das Ziel
war, möglichst viele zu kastrieren zur Vermeidung der unkontrollierten
Vermehrung.
Hier ein kurzer Bericht über unsere erste gemeinsame Aktion und
eine spannende Woche:
Bericht von Februar. Wir sind am 17. Februar vorgefahren, um
Unterbringung, Praxis des Tierarztes etc. zu organisieren. In Chalki stellte
ein Verwandter Appartements für die Beteiligten kostenlos zur Verfügung. Der
ehemalige Bürgermeister stellte ein Haus zur Verfügung , in dem wir die
Praxis einrichten konnten und in dem der Tierarzt wohnen konnte.
Ein neues Fanggerät mit zwei Andockboxen haben wir von Deutschland
mitgebracht. Wir verfügten damit über drei Fanggeräte.
Die Gruppe bestand aus dem Tierarzt, der uns bereits vor vier Jahren
geholfen hatte in Chalki zu kastrieren, aus Maria, Mia, Inge, Ortrud, mir
und 2 Freunden aus Stuttgart.
In der Zeit von Dienstagnachmittag bis Sonntagmittag
konnten 43 Katzen behandelt werden, davon 39 kastriert und 4 anderweitig
behandelt, z.B. im Zusammenhang mit einer Lungeninfektion, Bronchitis etc. 4
Hunde wurden untersucht und notdürftig behandelt, die Hundebesitzer
aufgeklärt.
Leider waren fast alle weiblichen Katzen bereits tragend, und der Tierarzt
musste teilweise hoch tragende Katzen kastrieren, was uns allen sehr schwer
fiel, aber es war einfach dringend notwendig. Es sind hoch weitere trächtige
Katzen übrig geblieben und eine Reihe von Katern, weil wir viel mehr Zeit
hätten brauchen müssen, um weitere zu fangen und zu operieren.
Maria und Mia haben dem Tierarzt assistiert. Alle drei haben von morgens
bis abends gearbeitet und sich kaum eine Pause gegönnt. Wir anderen haben
gefangen, transportiert, freigelassen, organisiert.
Auf der Insel war es sehr ruhig, die Bewohner sehr
entspannt und sehr freundlich, haben sich teilweise bedankt. Wir haben
entsprechend der Fastenzeit in den wenigen offenen Lokalen Fastenessen
gegessen.
Das Wetter war bis auf einen stürmischen Tag
fantastisch, in der Regel zwischen 17 und an einem Tag sogar 28 Grad.
Herrliche Sonne, frischer Wind. Die Rücküberfahrt war etwas bewegt.
Ich selbst habe umgebucht und bin noch drei Tage
geblieben, denn wir hatten nicht berücksichtigt, dass die Häuser sauber
gemacht werden müssen, die letzten Fangkästen verstaut, die ganzen Tücher
gewaschen.
Alle Beteiligten waren außerordentlich engagiert und
unermüdlich und diejenigen, die noch nie auf der Insel waren, haben das
Erlebnis, diese Insel kennen zu lernen, sehr geschätzt. Wir planen, im Oktober
dieses Jahres noch einmal hinzugehen, weil wir ja doch sehr viele
unkastrierte Katzen zurücklassen mussten. Wir sind deshalb allen Mitgliedern
für finanzielle Beiträge außerordentlich dankbar, aber gerade auch für
Mithilfe.
Dies nur in Kürze für Sie alle. Mit herzlichem Dank für
Ihre Hilfe in der Durchführung dieser wichtigen Aktion und für Ihre Hilfe in
der Durchführung der Winterfütterung.
Alle Katzen waren in sehr gutem Zustand und die
Futterstellen funktionierten bestens.
